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19.05.2012

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Melanom im Auge

Definition

Definition

Was ist ein Melanom im Auge?

Das Melanom im Auge ist eine selten auftretende Krebserkrankung. Der Begriff Melanom besagt, dass dieser Tumor von den pigmentbildenden Hautzellen (Melanozyten) ausgeht. Die Pigmentzellen sind für die Braunfärbung der Haut bei Sonneneinstrahlung verantwortlich, finden sich aber auch in inneren Organen. Als bösartig wird ein Tumor bezeichnet, wenn dieser bei seinem Wachstum das umliegende Gewebe zerstört und in andere Körperregionen oder Organe streut, heißt Metastasen bildet. Im Auge selbst können sich Melanome an verschiedenen Stellen bilden. Am häufigsten ist ein Melanom in der Uvea des Auges, dass heißt die Aderhaut, Iris oder Zilarkörper sind betroffen.

Die Aderhaut ist ein Teil der Verkleidung des Auges und ist dunkel gefärbt (pigmentiert) um zu verhindern, dass Licht rund um das innere Auge reflektiert wird. Der Zilarkörper ist ein Abschnitt der mittleren Augenhaut. Er verändert die Form der elastischen Linse um um dessen Brechkraft zu variieren. Die Iris oder auch Regenbogenhaut genant reguliert den Lichteinfall in das Auge. Die Uvea ist genetisch bedingt unterschiedlich stark pigmentiert was die unterschiedlichen Ausprägungen der Augenfarben bewirkt.

Die genauen Ursachen für ein Melanom im Auge sind wie bei den meisten Krebserkrankungen unbekannt. Bekannt ist aber das ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) das Krebsrisiko erhöhen. Häufig tritt diese Form der Krebserkrankung im fortgeschrittenen Alter auf.

Diagnose

Diagnose

Wie wird ein Melanom diagnostiziert?

Symptome sind verschwommenes Sehen, blinkende Lichter, Schatten oder eine Trübung der Augenlinse.

Für gewöhnlich wird ein Melanom bei einer Routineuntersuchung des Auges gefunden. Hierbei wird mit einem speziellem Licht Ihr Auge untersucht. Die Chancen auf Heilung sind Abhängig von Größe und Zellart des Tumors, von seiner Lage im Auge und ob er sich bereits ausgebreitet hat.

Symptome sind verschwommenes Sehen, blinkende Lichter, Schatten oder eine Trübung der Augenlinse.

Für gewöhnlich wird ein Melanom bei einer Routineuntersuchung des Auges gefunden. Hierbei wird mit einem speziellem Licht Ihr Auge untersucht. Die Chancen auf Heilung sind Abhängig von Größe und Zellart des Tumors, von seiner Lage im Auge und ob er sich bereits ausgebreitet hat.

Folgende Tests könne für die Diagnose durchgeführt werden:

Mit einem kleinem Hand-Mikroskop (Ophthalmoskop), wird das Innere des Auges untersucht. Dies wird wahrscheinlich der erste Test sein, den Sie haben.

 

Ultraschall-Scan

Ein kleines Gerät, das Schallwellen erzeugt wird über die Haut rund um die Augen geführt.

Die Echos werden dann von einem Computer in ein Bild umgewandelt.

 

Fotos vom Augenhintergrund

Fotos von der Rückseite des Auges (Fundus) sind hilfreich für einen Vergleich des Tumors vor und nach der Behandlung. Für diesen Test wird die Pupille mit Augentropfen geweitet und mit einer speziellen Kamera werden Bilder vom Augenhintergrund gemacht.

 

Fluorescein-Angiographie

Ein spezieller flureszierender Farbstoff wird in den Arm in eine Vene injiziert. Der Farbstoff gelangt in ein paar Sekunden über die Blutgefäßen in das Auge. Eine Kamera mit speziellen Filtern, erfasst den flureszierenden Farbstoff, wie er durch die Blutgefäße in der Netzhaut und Aderhaut zirkuliert.

 

CT (Computertomographie)

Mit einem CT-Scan wird mit Röntgenstrahlen ein dreidimensionales Bild von der Innenseite des Kopfes erstellt. Dieser Vorgang ist schmerzlos, dauert aber 10 Minuten. Ein CT wird dazu verwendet um den Tumor im Auge zu finden oder um zu prüfen wie weit er sich ausgebreitet hat.

 

MRI (Magnetic Resonance Imaging)

Diese Art von Scan-Scanner verwendet Magnetwellen anstelle von Röntgenstrahlen um ein Bild von der Innenseite des Kopfes zu erstellen. Der Test kann bis zu 30 Minuten dauern. Es ist völlig schmerzlos. Aufgrund der Lautstärke empfiehlt es sich Ohrstöpsel oder Kopfhörer zu tragen.

 

Biopsie

Mit einer Gewebsprobe kann der verdächtige Bereich unter einem Mikroskop untersucht werden. Dies ist jedoch in den meisten Fällen nicht erforderlich, da Melanome ein unverwechselbares Aussehen haben und in der Regel mit einem CT oder Scan erkannt werden.

Behandlung

Behandlung

Welche Behandlungsverfahren gibt es?

Für Patienten mit einem Melanom im Auge gibt es je nach Ausprägung und Stadium verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. In einigen Fällen beobachtet Sie Ihr Arzt lediglich sorgfältig und therapiert nicht, solange der Tumor nicht wächst. Wird therapiert, so kommen drei Arten der Behandlung in Frage:

  • Operation (der Tumor wird operativ entfernt)

  • Strahlentherapie (Anwendung hoher Dosen von Röntgenstrahlen oder anderer hochenergetischer Strahlen zum Abtöten der Krebszellen)

  • Photokoagulation (Blutgefäße, die den Tumor versorgen, werden zerstört)

Operation ist die häufigste Therapie des Melanoms im Auge. Ihr Arzt entfernt das Melanom, wobei er möglicherweise eine der folgenden Methoden benutzt:

  • Liegt eine "Iridektomie"vor, werden Teile der Iris entfernt.
  • Bei der "Iridotrabekulektomie" werden Teile der Iris und des Stützgewebes um die Linse, die als durchsichtige Schicht das Auge nach vorne abschließt, entfernt.
  • Handelt es sich um eine "Iridozyklektomie" werden Teile der Iris und des Ziliarkörpers entfernt.
  • Bei der "Choroidektomie" werden Teile der Aderhaut entfernt.
  • Bei der "Enukleation" wird das ganze Auge entfernt.

Die Strahlentherapie setzt hochenergetische Röntgenstrahlen zum Abtöten von Krebszellen und zur Tumorverkleinerung ein. Hier gibt es zweierlei Verfahren, die äußere Strahlentherapie (Strahlen wirken von außen auf die Krepszellen ein) und die innere Strahlentherapie (leicht radioaktiv strahlendes Material wird in den Bereich der Krebszellen gebracht). Beim Melanom im Auge wird die Strahlenquelle möglichst nahe an das Auge gebracht, indem man kleine Implantate, sogenannte Plaques, einsetzt. Die Bestrahlung kann allein oder in Verbindung mit einer Operation angewendet werden.

Die "Photokoagulation" ist eine Behandlung, bei der ein schmaler Lichtstrahl, normalerweise von einem Laser produziert, Blutgefäße zerstört und den Tumor abtötet.